Worauf Studenten zum Studienbeginn achten sollten

24.01.2018 | von: K. Anhäuser

Krankenversicherung

Mit Beginn des Studiums muss sich der Student auch um seine Krankenversicherung kümmern. Wer privat versichert ist, muss sich dann entscheiden. Was es noch alles bei der Krankenversicherung zu beachten ist.

Wer mit dem Studium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule beginnt, wird in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig. Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, können Studenten zunächst kostenlos über die Eltern versichert bleiben. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist das in der Regel bis zum Alter von 25 Jahren möglich.

Bei einer privaten Krankenversicherung muss sich der Student entscheiden, ob er privat versichert bleiben möchte oder nicht. Entscheidet er sich für die private Versicherung, muss er sich innerhalb von drei Monaten nach der Einschreibung von der gesetzlichen Kasse befreien lassen. Allerdings sollte dabei bedacht werden, dass Studenten während des gesamten Studiums nicht mehr in die gesetzliche Krankenkasse wechseln können, wenn sie sich für die private Versicherung entschieden haben.

Auswirkungen von Nebenjobs auf die Krankenversicherung

Viele Studenten finanzieren ihr Studium durch Nebenjobs. Wer den Krankenversicherungsschutz in der Familienversicherung nicht verlieren will, dem empfehle ich, die folgende Punkte zu beachten: Das Einkommen darf 425 Euro nicht übersteigen; sofern ausschließlich ein sogenannter 450-Euro-Job ausgeübt wird, erhöht sich die Einkommensgrenze auf eben diese 450 Euro. Wer nur in den Semesterferien oder nicht länger als zwei Monate arbeiten will, darf auch mehr als 425 bzw. 450 Euro verdienen, da dann kein „regelmäßiges“ Einkommen vorliegt. Sofern die Einkommensgrenze überschritten wird, muss der Student sich über den Arbeitgeber pflicht- oder freiwillig krankenversichern.

Haftpflicht

Laut § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist jeder, der vorsätzlich oder fahrlässig einen anderen verletzt, zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet – das gilt auch für Studenten. Bei Personen- oder Sachschäden können schnell mehrere Hunderttausend Euro anfallen. Die private Haftpflichtversicherung kommt für solche Schäden auf. Die Mindestversicherungssumme sollte drei bis fünf Millionen Euro nicht unterschreiten.

Studenten sind in der Regel noch in der privaten Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert. Allerdings nur bis zum Ende der ersten Berufsausbildung bzw. dem Erreichen einer im Versicherungsvertrag festgelegten Altersgrenze – in den meisten Fällen 25 Jahre – eine individuelle Haftpflichtversicherung ist danach sinnvoll.

Berufsunfähigkeit

Die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente wurde im Jahr 2001 abgeschafft und durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Voraussetzung für einen Anspruch auf diese Rente ist jedoch, dass ein Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wurde.

Da man bis zum Arbeitsbeginn oftmals keinen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet hat, sollte man selbst vorsorgen und möglichst früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen: Je jünger und gesünder man bei Abschluss der Versicherung ist, desto geringer sind die Beiträge. Im Ernstfall sichert diese Versicherung später den Lebensunterhalt.

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